
Version 2.8.4 — 11. September 2026
Unser Zahnrad STL-Generator erzeugt Zahnräder jetzt vollständig auf Basis von DIN 867 und DIN 3960.
Dafür wurde die Verzahnungsgeometrie von Grund auf neu aufgebaut. Das Ergebnis sind Zahnräder, die auf dem normgerechten Achsabstand sauber ineinandergreifen, ruhig abrollen und sich mit entsprechend ausgelegten Kaufteilen kombinieren lassen.
Was das für Sie bedeutet
Passgenau ohne Nachrechnen
Zwei Zahnräder mit gleichem Modul und gleichem Druckwinkel laufen auf dem Nennachsabstand
m × (z₁ + z₂) / 2
Kopfspiel, Zahnhöhe und Verzahnungsgeometrie werden automatisch aus dem Bezugsprofil der Norm abgeleitet. Sie können Ihre Konstruktion direkt auf diesen Werten aufbauen.
Ruhiger Lauf durch echte Evolventenflanken
Die tragende Zahnflanke wird als exakte Evolvente erzeugt.
Im Zahnfuß schließt daran eine Trochoide an – also die charakteristische Fußkurve, wie sie auch beim Wälzfräsen entsteht. Beide Kurven gehen tangential ineinander über, ohne unnötige Knicke oder Kanten.
Belastbarer Zahnfuß
Die Fußrundung beträgt 0,38 × Modul und orientiert sich am Werkzeugprofil der Norm.
Dadurch wird die Spannung im besonders belasteten Bereich des Zahnfußes gleichmäßiger verteilt. Gleichzeitig bleibt die Geometrie auch für den FDM-3D-Druck gut herstellbar.
Flankenspiel passend zum 3D-Druck
Standardmäßig verwendet der Generator ein Flankenspiel von 0,06 × Modul.
Dieser Wert bietet ausreichend Reserve für typische Fertigungstoleranzen im FDM-Druck. Für besonders straffe oder bewusst leichtgängige Paarungen kann das Flankenspiel individuell bis 0,2 × Modul eingestellt werden.
Neu im Zahnrad STL-Generator
| Funktion | Nutzen |
|---|---|
| Steigungsrichtung für Schrägverzahnung | Erzeugen Sie zu einem rechtssteigenden Zahnrad direkt das passende linkssteigende Gegenrad. So lassen sich beide Räder eines Getriebes mit demselben Werkzeug konfigurieren. |
| Flankenspiel frei wählbar | Passen Sie das Spiel gezielt an Material, Drucker und gewünschte Leichtgängigkeit an. |
| Passfedernut nach DIN 6885-1 | Nutbreite und Nabennuttiefe werden automatisch aus dem Wellendurchmesser bestimmt. Unterstützt werden Wellen von über 6 bis 130 mm. |
| Nutmaße überschreibbar | Für Sonderfälle können eigene Werte verwendet werden. Die Plausibilitätsprüfung kontrolliert dabei weiterhin Nabe und Zahnfuß. |
| Verzahnungsdaten in der Datei | Jede erzeugte Datei enthält Modul, Zähnezahl, relevante Kreisdurchmesser, Profilüberdeckung und den zugehörigen Achsabstand. |
Gewichtsreduzierung mit Rücksicht auf die Passfedernut
Große Zahnräder erhalten automatisch Entlastungsbohrungen zur Material- und Gewichtsreduzierung.
Die Anordnung berücksichtigt jetzt auch die Passfedernut. Diese wird möglichst mittig zwischen zwei Entlastungsbohrungen positioniert. Reicht der verfügbare Abstand nicht aus, reduziert der Generator automatisch den Bohrungsdurchmesser.
So bleibt die Nabe im Bereich der Passfedernut möglichst stabil, ohne auf die Gewichtsreduzierung verzichten zu müssen.
Erweiterte Live-Vorschau
Die 2D-Vorschau zeigt jetzt zusätzlich die Entlastungsbohrungen und den berechneten Achsabstand des Zahnrads.
Alle direkt editierbaren Maße können weiterhin über die Maßangabe in der Zeichnung geändert werden.
Teilkreis, Kopfkreis und Fußkreis werden dagegen automatisch aus Modul und Zähnezahl berechnet. Dadurch können geometrisch voneinander abhängige Werte nicht mehr versehentlich widersprüchlich eingestellt werden.
Technische Daten
| Eigenschaft | Werte |
|---|---|
| Normen | DIN 867 (Bezugsprofil), DIN 3960 (Bestimmungsgrößen), DIN 3967 (Flankenspiel), DIN 6885-1 (Passfedernut) |
| Verzahnungsarten | gerade, schräg, Pfeilform |
| Modul | 0,5 bis 12 mm |
| Zähnezahl | ab 17 |
| Druckwinkel | 10° bis 35°, Standard 20° |
| Schrägungswinkel | 5° bis 35°, rechts- oder linkssteigend |
| Kopfhöhe / Fußhöhe / Kopfspiel | 1 / 1,25 / 0,25 × Modul |
| Fußrundung | 0,38 × Modul |
| Profilüberdeckung | ca. 1,5 bis 1,9 bei gerader Verzahnung |
| Wellenaufnahmen | rund mit Abflachung, rund mit Sperrkeil, Sechskant |
Geprüft statt nur berechnet
Jede Änderung an der Verzahnung durchläuft eine automatische Geometrieprüfung.
Dabei wird die erzeugte Geometrie vermessen und mit den vorgesehenen Sollwerten verglichen. Geprüft werden unter anderem:
- Kopfkreis und Fußkreis
- Zahndicke am Teilkreis
- Kopfspiel
- Profilüberdeckung
- Flankenspiel
Zusätzlich simuliert ein automatischer Abrolltest das Zusammenspiel zweier Zahnräder über eine vollständige Zahnteilung.
Dabei wird geprüft, ob sich die Zahnflanken ausschließlich in den vorgesehenen Bereichen berühren und ob das konfigurierte Flankenspiel über den gesamten Eingriff erhalten bleibt.
Aktuell liefen 726 Einzelprüfungen über unterschiedliche Kombinationen aus Modul, Zähnezahl und Verzahnungsart fehlerfrei durch.
Damit bildet der STL-Generator Zahnräder nicht nur optisch nach, sondern erzeugt eine konsistente Verzahnungsgeometrie auf Grundlage der entsprechenden DIN-Normen.

